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Das Bundesgericht hat in einem aktuellen Urteil vom 14.7.2017 (9C_806/2016) entschieden, dass es auch im Bereich Invalidenversicherung keine genügende gesetzliche Grundlage für heimliche Observationen gibt. Damit folgt das Bundesgericht der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, welcher letztes Jahr entschied, dass durch Unfallversicherungen angeordnete heimliche Überwachungen unzulässig sind.

Es herrscht wenig Transparenz, wenn die IV Gutachtenaufträge vergibt, vorallem bei mono- und bidisziplinären Gutachten. Einige kantonale IV-Stellen wollen nicht öffentlich machen, mit welchen Fachleuten sie zusammenarbeiten. Diese Gutachten sind aber oft entscheidend dafür, ob ein Patient eine Rente erhält oder nicht. «Das Gutachter-Übel ist das Hauptproblem im Sozialversicherungsbereich», sagt der Präsident von touché.ch, Rainer Deecke, Geschädigtenanwalt in Zug.

«Bei gewissen Gutachtern weiss ich im Voraus, wie sie entscheiden.» Und zwar gegen den Patienten, gegen eine Leistung der IV.

Lesen Sie den Artikel aus dem Beobachter vom 23. Juni 2017   https://www.beobachter.ch/wirtschaft/gutachter-wenn-die-iv-mauert

Ständerat Konrad Graber CVP/LU hat am 30.5.2017 eine Interpellation eingereicht:

Qualitätssicherung bei Rentenanpassungen infolge somatoformen Schmerzstörungen


In Fachkreisen bestehen Zweifel, ob im Fall von somatoformen Schmerzstörungen IV-Rentenanpassungen mit einem qualitativ und professionell genügenden Verfahren erfolgen. Deshalb wird der Bundesrat ersucht, einige Fragen zu beantworten.

 Der vollständige Text ist hier zu lesen.

https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20173366

 
Auch wir sind auf die Antwort des Bundesrates gespannt.

Das Schwerpunktthema der Zeitschrift „Behinderung & Politik“ widmet sich der Frage, wie man mit sogenannt unsichtbaren Behinderungen umgehen soll. Vielen Betroffenen mit Schmerzkrankheiten stellen sich die Fragen, wem und wo erkläre ich meine Einschränkungen, welche Folgen hat ein solches „Coming-out“ eventuell, soll ich im Stillen leiden, und so weiter. Herausgeberin der Zeitschrift ist AGILE.CH – die Organisationen von Menschen mit Behinderungen. Touché.ch ist Solidarmitglied von AGILE.CH.

Beitrag: Unsichtbare Behinderung – Fluch oder Segen? »

Unser Jahresbericht 2016 ist auf unserer Website publiziert.

Wir freuen uns, Ihnen das soeben neu erschienene Buch Gesichter des Schmerzes zum Mitgliederpreis von Fr. 30.-- statt Fr. 39.--  anbieten zu können.

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Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, haben oftmals Probleme, ihre Beschwerden zu beweisen. Manchmal verursachen relativ geringe bildgebende Befunde beträchtliche Schmerzen. Auf der anderen Seite leben viele Menschen mit auffälligem Röntgenbefund und „objektivierbaren“ Veränderungen völlig beschwerdefrei.

Mit einem Leiturteil vom Juni 2015 ist die seit zehn Jahren geltende Rechtsprechung betreffend die Überwindbarkeit von Schmerzen Geschichte. Das Gericht hat erkannt, dass nicht a priori davon ausgegangen werden könne, dass Schmerzen bei gewissen Krankheitsbildern überwindbar seien. Ist das nun der grosse Schritt in Richtung Gerechtigkeit?

Einige Bemerkungen zum Urteil für Betroffene von Schleudertrauma und Schmerzkrankheiten

Prof. Dr. Jörg Paul Müller

und Dr. iur. Matthias Kradolfer

 

Rechtsgutachten betreffend IV-Renten in Fällen andauernder somatoformer Schmerzstörungen und ähnlicher Krankheiten ...

 

 

icon Gutachten (1.23 MB)

icon Zusammenfassung (16.16 KB)

 

Beobachter vom 9.8.2013: Der Schmerz geht niemals weg

http://www.beobachter.ch/geld-sicherheit/ahviv/artikel/invalidenversicherung_der-schmerz-geht-niemals-weg/

 

für Sie gelesen in Plädoyer 2/10

 

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